Nachdenkliches von Markus Hampel
Aufbruch
Nach einem langen Winter sehnen wir uns hinauszukommen in die Natur, die in diesen Tagen überall zu blühen beginnt. Knospen und frisches Grün, wohin wir schauen. Eine Wohltat für die Augen.
Wir gehen spazieren, mancher fährt ins „Grüne“. Gärten werden bestellt, unsere Laune bessert sich mit jedem Sonnenstrahl.
Ostern, das Fest, das den Frühling dominiert, kommt uns da gerade recht. Durch Dunkel und Leid hindurch (Karfreitag) hin zum Licht der Auferstehung des Ostersonntages. Auch wenn ich nicht unbedingt an die Auferstehung glaube, so nimmt mich dieses Fest doch in seinen Grundaussagen mit. Auch in meinem Leben gibt es manchen Karfreitag, gibt es manches Dunkle, Leid, Krankheit, auch Tod. Manch schmerzhaften Weg gilt es zu gehen, manch dunkle Situation auszuhalten. Das bleibt vermutlich keinem Menschen erspart.
Dann jedoch geht für uns eine österliche Sonne auf. Neues entsteht, in der Natur neues Leben, in meinem Leben hier eine Chance, da eine Möglichkeit.
Auch wir sind eingeladen, es der Natur gleich zu tun. Nach Dunkel und Kälte, nach Winterstarre und dunklen Gedanken, jetzt neu aufzubrechen. Das eigene Leben wieder in die Hand zu nehmen, Chancen zu entdecken, die eigenen Kräfte spüren.
Auch in unserem Leben will es Frühling, will es Ostern werden. Lassen wir es zu. Suchen wir die Gemeinschaft untereinander und stärken wir die kleinen frischen Triebe. Schützen wir uns gegenseitig vor Nachtfrost, damit das junge, damit neues Leben eine Chance erhält.
Ein frohes und gesegnetes Osterfest wünscht euch allen
Markus Hampel
geistlicher Beirat
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